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Kalksandstein (Baumaterial, Massivhaus)


Kalksandstein ist ein Sandstein, bei dem das Bindemittel Kalziumkarbonat ist. Kalksandstein kommt sowohl als natürlicher Sandstein vor, wird aber auch künstlich hergestellt.

Herstellung
Die Kunst-Kalksandsteine bestehen aus Branntkalk und Sand, die im Verhältnis 1:12 gemischt und unter Zugabe von Wasser in den Reaktionsbehälter geleitet werden. Wenn der Branntkalk zu Kalkhydrat umgewandelt ist, wird das Gemisch im Nachmischer auf Pressfeuchte gebracht und anschließend zu Steinrohlingen geformt. Die Steine werden in speziellen Dampfdruckkesseln, den Autoklaven, bei Temperaturen von 433K bis 493K unter Sattdampfdruck 4 bis 8 Stunden gehärtet. Die Kalksandsteine sind vergleichsweise schwer und sehr gut schalldämmend. Kalksandsteine (KS-Steine) gibt es als wetterfeste Vormauersteine mit verschiedenen Oberflächenstrukturen und als Hintermauersteine für verputztes Mauerwerk. Die Formate und die Rohdichten werden in der DIN 106 geregelt.

Die Kalksandstein-Industrie propagiert u. a. mehrschichtige Außenwandkonstruktionen, verputzt oder als Sichtmauerwerk, die sich durch guten Wärmeschutz auszeichnen. Durch die Kombination von schwerem KS-Material und leichten Wärmedämmstoffen können hervorragende bauphysikalische Ergebnisse erzielt werden.

Produziert werden alle gängigen Mauerstein- Formate, vom Dünnformat (DF) und Normalformat (NF) bis hin zu den Hohlblock-Formaten in 24 cm Dicke (bis zu 16DF) oder den großformatigen Kellerblöcken in 30 und 36,5 cm Dicke. Auch für 11,5 und 17,5 cm dicke Wände sind Großformate erhältlich.

Wo wird der Kalksandstein eingesetzt
Der Kalksandstein wird im Rohbau für Trennwände oder Außenwände genutzt. Der Kalksandstein bietet eine hohe Schalldämmung und eignet sich deshalb gut, um zwei Bauteile von einander zu trennen (z.B. zwei Doppelhaushälften).

Als Verblender gibt es den Kalksandstein als bossierten, gebrochenen oder glatten Stein. Kalksandsteine nehmen beim Verarbeiten viel Feuchtigkeit auf. Auch wenn sie heutzutage im Werk imprägniert werden, sollten Kalksandsteine immer nachträglich verfugt werden, weil die Fuge sonst "verbrennen" könnte.

Als problematisch hat sich der Einsatz im bodennahen Aussenbereich ergeben, da sich die Kalksandsteine als wenig tausalzbeständig gezeigt haben. Unter bestimmten Bedingungen lösen sich die Steine in ihre Ursprungsbestandteile auf.

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