Caisson, Caissonbau
Der Ausdruck Caisson (v. französ.) bezeichnet einen Kasten, Kastenwagen oder einen Senkkasten, der bei Unterwasserarbeiten eingesetzt wird.
Letzterer ist ein hohles, zylindrisches oder rechteckiges Gebilde, das als Fundament oder als Arbeitsraum im Wasser versenkt wird.
Der Caisson wird i.d.R. an Land erbaut und danach an die erforderliche Stelle auf dem Wasser geschleppt und versenkt. Meist ist es aber noch nötig, den Senkkasten um einen bestimmten Betrag in den Grund abzusenken. Dafür wird er als Arbeitsraum genutzt, der unten geöffnet ist. Um das umgebende Wasser am Eindringen zu hindern, wird der Hohlraum pneumatisch unter einen abgestimmten Überdruck gesetzt.
Anschließend kann das Material des Grundes weggeschafft werden - der Caisson kann in der Folge immer weiter abgesenkt werden. Ist die erforderliche Tiefe erreicht, wird der Hohlraum - meist mit Beton - verfüllt, womit z.B. ein Brückenpfeiler fertig gestellt wäre.
Eine weitere Möglichkeit des Einsatzes ist der Tunnelbau. Hierbei werden mehrere Caissons nebeneinander versenkt und wasserdicht miteinander verbunden. Dann werden die Seitenwände entfernt, um somit eine durchgängige Röhre zu verwirklichen.
Der Caissonbau war und ist eine häufig angewandte Bautechnik.
Für den Menschen, der in einem solchen, unter Überdruck gesetzten Caisson arbeitet, bietet sich jedoch ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial. Erfolgt der Druckabfall beim Verlassen des Caissons zu rasch, können sich im Blut Gasblasen bilden, die zu Lähmungen oder zum Tode führen können. Man spricht hiernach von der Caissonkrankheit (Maladie de caisson). Mittlerweile wird dieser Gefahr entgegengewirkt, indem Arbeiter nach ihrer Tätigkeit im Caisson sich in eine Druckkammer begeben, in der der Druck über einen langen Zeitraum kontinuierlich abgesenkt wird- Hier Werbung !
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