Blockhaus und Blockhäuser, Konstruktion
Ein Blockhaus oder eine Blockhütte ist ein Gebäude, dessen Wände aus übereinanderliegenden Baumstämmen oder Balken besteht. In Nordamerika wurden Blockhäuser meist von den ersten Siedlern gebaut, da das Baumaterial Holz vor Ort zu finden war und bei der Rodung von Waldflächen anfiel. Wichtig ist beim Bau eines Blockhauses die Trocknung der Stämme, da sonst später das Holz Risse bekommt und das Haus eventuell nicht mehr winddicht ist.
Die Stämme oder Balken werden mit einer Schicht Moos oder anderem Dämmstoff dazwischen aufeinandergelegt. An den Ecken eines Blockhauses erkennt man gut die Konstruktionsweise.
Konstruktionsweisen
Beim Full Scribe wird die Kontur des unteren Stammes auf den oberen übertragen (scribing) und formschlüssig ausgearbeitet. Auf Dichtungsmaterial kann hierbei nicht verzichtet werden, da die Verbindung nicht luftdicht ist. Es sollte nur natürliches Dichtungsmaterial verwendet werden. Hanf, Flachs, Schafwolle (gegen Mottenbefall behandelt). Die Ecken werden mit verschiedenen möglichen Verbindungen verkämmt, jeder zweite Stamm liegt um einen halben Stammdurchmesser versetzt. Am üblichsten ist die Saddle Notch, wobei eine sattelförmige Abflachung in den unteren Stamm geschnitten wird. Der darauf liegende Stamm erhält mittels Scribing eine dazu passende Kerbe.
Der Chinker ist vermutlich der älteste Blockhaus-Baustil. Die Stämme werden rund belassen und aufeinander gestapelt. Die entstehende Fuge (chink) wird mit Dichtmaterial gefüllt. Ehemals war das Moos und Birkenrinde. Heute sind dauerelastische Dichtstoffe auf dem Markt (auf Basis von Kreide und Latex). Die Ecken werden entweder verkämmt oder stumpf gestoßen, wobei alle Stämme in einer Ebene liegen.
Eine Weiterentwicklung des Blockhauses ist das Umgebindehaus. Ebenfalls überwiegend aus Holz bestehen Fertighäuser in Holzständer- oder Holztafelbauweise. Hier Werbung !
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